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FASZINATION "ALT-HERREN“-Handball

Die Dritte der SGH und die Sache mit der Meisterschaft

Bericht von Lisa Zimmermann

Nun schon im dritten Jahr ist die SG Heuchelberg mit ihrer dritten Besetzung in der untersten Liga in Heilbronn-Franken vertreten. Früher immer bekannt als die Ü32-Mannschaft des TSV Nordheim, musste vor drei Jahren zwecks fehlender Staffel die Entscheidung getroffen werden, mit der SG in den „normalen“ Spielbetrieb über zu gehen.

Damals noch mit Startschwierigkeiten und mit nicht gerader überbesetzter Auswechselbank bildete man oft den unteren Teil der Tabelle. Erhoffte man sich dann im vergangenen Jahr den Sprung in die Relegation, um den Meistertitel in der Kreisliga B zu holen, schaffte man es dieses Jahr gefahrlos mit nur einer Niederlage in 12 Spielen in die nächste Runde. Das Ziel ist dabei nicht der Aufstieg (durch die Meldung der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A auch nicht möglich), sondern sich selbst für die tolle Saison zu belohnen.

Doch warum gab es gerade im letzten Jahr diese offensichtliche Leistungssteigerung? Der größten Aufmerksamkeit dabei ist wohl dem großen Spielerandrang geschuldet.

Besonders im letzten Jahr hat sich die Spielersituation so stark verändert, dass man in der laufenden Runde auf insgesamt 30 Spieler zurückgreifen konnte, die bereits mindestens einmal auf dem Spielberichtsbogen standen. Dabei hatte Mannschaftsverantwortlicher Philipp „Alu“ Kreutzer die unrühmliche Aufgabe nahezu zu jedem Spiel der ein oder anderen Person absagen zu müssen. In dieser Saison kam man somit auf einen Spielerschnitt von 13,9 Spieler pro Spiel - nur eine Partie musste man mit 13 Spielern antreten. Wer denkt, dass es dadurch zu einem Machtkampf um die meiste Einsatzzeit kommt, ist weit gefehlt. Eigenständige Auswechslungen und freiwilliges Zurücklehnen nach anstrengenden 10 Minuten ist Gang und Gebe.

Das dieser Trend gerade in aller Munde ist, ist auch bei benachbarten Vereinen zu beobachten. Besonders die HSG Kochertürn/Stein ist gerade ein Musterbeispiel, dass derzeit viele Handballer sich ein ruhigeres Sportlerleben suchen. Die neu formierte Männermannschaft um Fabian Habrock besteht dabei teils aus ehemaligen Spitzenhandballern und sind gerade auf dem Weg im ersten Anlauf den Aufstieg in die Kreisliga A zu schaffen. In der Relegation trifft dann schließlich die HSG auf unsere SG.

Auch die SG Heuchelberg 3 ist ein Auffangbecken für Handballer, die in den oberen Mannschaften ihre Handballschuhe bereits an den Nagel gehängt haben. So tritt gelegentlich auch die alte Bezirksliga-Mannschaft des TSV Nordheim rund um Philipp Kreutzer, Patrick Widenmeyer und Torhüter Andreas Brändle auf das Parkett. Besonders erfreulich war dabei dieses Jahr der Zugang von Kurt Ergül, der in jüngeren Jahren bereits Bundesliga-Luft schnuppern durfte. Sein Abwehr- und 7-Meter-Talent fiel dabei auch dem Herren 1-Trainer Uwe Kurrle auf, der ihn prompt nochmal in die erste Delegation hochzog. Ansonsten besteht das bunte Potpourri aus Handballfrührentnern, Teilzeit-Fußballern, Handballinvaliden, aber auch A-Jugendlichen, die erste Erfahrungen im aktiven Bereich sammeln wollen.

Das ruhigere Handballerleben ist dabei trotzdem oft das ausschlaggebende Argument, warum sich viele für diese Mannschaft entscheiden. Die bunte Mischung zwischen alten Hasen und Jungspunden zeigt dass es nicht mehr unbedingt das Alter oder die körperliche Verfassung sind, warum die Spieler kürzer treten. Die Bereitschaft, 2-3 Mal Training in der Woche plus Spieleinsätze am Wochenende zu absolvieren, ist nicht mehr bei jedem gegeben. Der Kontrast dazu heißt bei der SGH H3 eine Stunde Kicken, die Unterstützung des Sportheimes und am Wochenende sich gelegentlich zum Handballspielen treffen. Die Heimspielpartien sind dabei nicht ohne Grund immer auf 11 Uhr sonntags (früher 10.30 Uhr) gelegt. Das traditionelle Weißwurstfrühstück ist nach dem Spiel dadurch immer ein beliebter Dreh- und Angelpunkt für Spieler, Familie und Anhänger geworden. Auch im nächsten Jahr werden die Mannen um Michael Wiest, Michael Frank und Co. wieder an den Start gehen, um ihrem Hobby nachzugehen.

Erst einmal geht es nun aber noch um die Meisterschaft der Kreisliga B, die in 4 weiteren Spielen zwischen Mitte März und Mitte April ausgefochten wird. Spieltermine folgen.

Natürlich steht bei der Heuchelberger Spielgemeinschaft immer noch der Wideraufstieg im Herrenbereich in die Bezirksliga im Vordergrund. Das entstandene Jugendkonzept rund um Jugendkoordinator Horst Zelewski legt dabei den wichtigen Grundstein, die talentierten Jugendspieler früh an den aktiven Bereich heranzuführen und so den Weg für die Zukunft zu ebnen.

Darauf muss und soll der Schwerpunkt bei der Arbeit zwischen Trainern und Jugendkoordinator gelegt werden. Die SG Heuchelberg ist dennoch stolz so vielen Spielern unterschiedliche Plattformen - vom Leistungsgedanke bis hin zur Spaßtruppe - bieten zu können.