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Ein Weltmeister in Nordheim

Heilbronner Stimme, Redakteur Niklas Frielingsdorf

Handball - Da mogelte sich sogar Nicole Rottmann unter den Nachwuchs. Die 23 Jahre alte Torhüterin des Württembergligisten TSV Nordheim mischte ebenso begeistert mit wie die zahlreichen Jugendtorhüter, als Nationalkeeper Carsten Lichtlein am Donnerstagnachmittag zur Trainingsstunde in der Turn- und Sporthalle Nordheim bat. "Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, Tipps und Tricks von so einem erfahrenen Profi zu bekommen, darf man sich das doch nicht entgehen lassen", sagte Rottmann strahlend. "Carsten motiviert super und ich kann schon einiges mitnehmen", sagte Rottmann.

 

Lässig

Carsten Lichtlein, lässig in schwarzen Trainingsklamotten seines TBV gekleidet, war ebenso wie seine Lemgoer Mannschaftskollegen der Einladung des Landesligisten SG Bottwartal ins Unterland gefolgt. Während TBV-Trainer Dirk Beuchler ein Trainerseminar zum Thema "Spielanalyse und Spielvorbereitung" abhielt und Spieler wie die 2007er Weltmeister Florian Kehrmann (in Abstatt) oder Sebastian Preiß (in Kornwestheim) Trainingseinheiten abhielten, coachte der 32 Jahre alte Schlussmann den Nachwuchs des TSV Nordheim zwischen den Pfosten. Auch einige Spieler der Jugendkooperation mit Böckingen und Leingarten waren mit dabei.

"Ich finde, das ist eine super Sache und mache bei solchen Aktionen immer gerne mit", sagte Lichtlein. Er wolle den Youngstern Übungen zeigen, die ihn selbst bis heute geholfen und besser gemacht haben. Daher trainierte er auch jeweils etwa zweimal eine halbe Stunde in Kleingruppen. "Ich hoffe, dass die Kiddies möglichst viel mitnehmen und Spaß haben. Das ist das Wichtigste."

Beide Ziele hatte Lichtlein am Ende der Trainingseinheit problemlos erreicht. Bei jedem Lob des Keepers − und davon gab es reichlich − strahlten die jungen Nordheimer Keeper um die Wette. Und auch wenn mal ein Wurf des DHB-Keepers im Gehäuse landete, wurde nicht lange gehadert. "Komm, weiter." "Die Bewegung war trotzdem gut." "Gegentore gehören dazu, den nächsten Ball schnappst du dir." So schallten die Worte des Lemgoers unter den neugierigen Blicken der zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne durch die Halle.

Kreuzverhör

"Das Training war supercool. Von den ganzen Übungen kannte ich bisher nur eine. Da kann ich mir einiges mitnehmen", sagte der 16 Jahre alte Nordheimer B-Jugend-Keeper Yannik Rössle, bevor er sich mit den anderen rund 70 Nachwuchsspielern aller Altersklassen an der Mittellinie versammelte, um Lichtlein zum Abschluss mit Fragen zu löchern. Der TBV-Torwart begegnete dem Kreuzverhör offensiv und sicher − genauso, wie er den gegnerischen Würfen im Handballtor entgegentritt. "Nur macht das hier mehr Spaß", grinste Lichtlein, der geduldig und sympathisch alle Fragen beantwortete. Nur bei der Frage nach dem Verdienst eines Handballprofis blieb der Hüne vage. "Momentan reicht das Geld. Aber im Gegensatz zu dem einen oder anderen Fußballprofi werde ich nach meiner Karriere noch ganz normal arbeiten müssen", sagte Lichtlein.