Auch im zweiten Spiel des Jahres 2019 bleiben die Nordis siegreich

TSV Nordheim – SV Hohenacker-Neustadt 30:28 (15:15)

Obwohl die Zeichen am Samstag Abend für die Gastgeber alles andere als aussichtsreich standen, scheint wohl das Jahr 2019 es gut mit den Nordheimerinnen zu meinen.

Seit Wochen war bekannt, dass Carolin Lang und Katja Kerner im schweren Spiel gegen Hohenacker fehlen werden. Im Laufe der Woche kam dann beinah täglich eine neue weitere Hiobsbotschaft hinzu. Die Krankheitswelle hatte auch uns erwischt.
Glücklicherweise können wir auf den Württembergliga-Unterbau zählen und fanden mit Elisa Dermaku, Katharina Sittig und Nina Pfisterer eine starke Unterstützung. Jede Einzelne trug hervorragend zum Sieg bei und das obwohl sie bereits schon ein Spiel in den Knochen hatten. Vielen Dank nochmals für euren Einsatz.

Das Spiel begann temporeich und mit einer tollen Wurfquote. Die Gästetrainerin sah sich bereits in der 9. Minute und beim Spielstand von 4:1 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Dies beeindruckte uns recht wenig. Unsere Abwehr stand sicher und war gewillt, um jeden Ball zu kämpfen. Vor allem die großen und treffsicheren Rückraumspieler hatten wir bis dahin sehr gut im Griff. Die etwas offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr nahm den Gästen den Schwung und der Mittelblock verteidigte sehr gut die Kreisanspiele. 
Der dünne Spielerkader und natürlich die Tatsache, dass einige angeschlagen waren, führte in der 20. Minute zu einem konditionellen Einbruch. Eine doppelte Unterzahl nutzte Hohenacker gekonnt aus und kam auf 10:8 ran. Eine kurze Verschnaufpause und die Ermahnung, dass sich niemand in der Abwehr ausruhen darf, brachte die Konsequenz wieder auf die Platte. Nach dem 13:9 war man wieder auf dem richtigen Weg und schaffte es auch weiter sehr gute Wurfpositionen herauszuspielen, doch scheiterte man nun zu oft am Pfosten oder der gegnerischen Torhüterin. Dadurch schafften wir es nicht, dem schnellen Umschaltspiel entgegenzuwirken und verabschiedeten uns mit einem 15:15 in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff dauerte es etwas bis man wieder sortiert war. Wir legten ein Tor vor, mussten aber direkt im nächsten Gegenangriff den Ausgleich wieder hinnehmen. Ein schneller Viererpack von den Geschwistern Kindsvater führte dazu, dass das Spiel in die falsche Richtung zu drohen schien. Dieses Mal sah sich Trainerin Jessica Popken gezwungen, ihre Mannschaft neu einzustellen. Etwas angesäuert forderte sie, dass nach den beiden gehaltenen 7-Metern unserer Torfrau unbedingt wieder ein Ruck durch das Team gehen muss. Janina Gassner und Reka Katona-Lukacs nahmen sich diesem an und glichen binnen 2 Minuten zum 21:21 aus. 
Man war wieder im Spiel!
Fünf Minuten vor dem Schluss konnte man auch endlich wieder in Führung gehen und wollte sich diese auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr nehmen lassen.
Ein ganz dickes Lob an jede Einzelne, für diese kämpferische Mannschaftsleistung. 
Nach nun zwei Heimspielen geht es am kommenden Sonntag nach Remshalden, zum Tabellenzweiten. Wir hoffen, dass das Glück auch auswärts auf unserer Seite steht und freuen uns über jede lautstarke Unterstützung.

Für den TSV spielten: Kathrin Gerullis, Melina Friedrich (beide im Tor), Reka Katona-Lukacs (4), Nathalie Betz (4), Merle Scharf (2), Nina Pfister, Monika Haiber (5/1), Michelle Jesser (2), Lisa Herre (2), Janina Gassner (11/4), Elisa Dermaku, Katharina Sittig

7-Meter: Nordheim: 7/5 / Hohenacker: 9/5
Zeitstrafen: Nordheim: 6 / Hohenacker: 2